Sansevieria trifasciata
âBogenhanfâFamilie/Gruppe: Sukkulenten & Kakteen â Register-Nr. 026
Der Bogenhanf gilt zu Recht als eine der widerstandsfĂ€higsten Zimmerpflanzen ĂŒberhaupt und ĂŒbersteht selbst wochenlanges Vergessen beim GieĂen ohne sichtbaren Schaden. Seine aufrechten, sukkulenten BlĂ€tter mit der charakteristischen QuerbĂ€nderung wachsen aus einem kriechenden Rhizom und können je nach Sorte unterschiedlich hoch werden. In seiner westafrikanischen Heimat wĂ€chst er in trockenen Savannen, wo er sich ĂŒber Monate ohne Regen behaupten muss. FrĂŒher wurden die faserreichen BlĂ€tter tatsĂ€chlich zur Herstellung von Bogensehnen genutzt, was ihm seinen deutschen Namen einbrachte. Wegen seiner FĂ€higkeit, auch nachts Sauerstoff abzugeben, wird er gerne als Schlafzimmerpflanze empfohlen.
Allgemeiner Richtwert fĂŒr âBogenhanfâ (Sansevieria trifasciata) â kein Ersatz fĂŒr eine individuelle Beratung, z. B. bei Haustieren im Haushalt oder besonderen Standortbedingungen.
Kaum eine andere Zimmerpflanze ist bei der Lichtfrage so unkompliziert wie der Bogenhanf. Er wĂ€chst an einem hellen Fensterplatz genauso wie in einer eher schattigen Ecke, in der viele andere Pflanzen lĂ€ngst aufgeben wĂŒrden. Direkte pralle Sonne ĂŒber Stunden hinweg mag er allerdings nicht besonders â dann können die BlĂ€tter leicht ausbleichen.
Wer möglichst krĂ€ftige, dunkelgrĂŒn gemusterte BlĂ€tter will, stellt ihn trotzdem besser hell auf. An sehr dunklen Standorten wĂ€chst er zwar weiter, aber deutlich langsamer, und die Zeichnung der BlĂ€tter wird oft blasser.
Beim Bogenhanf gilt fast immer: lieber zu wenig als zu viel gieĂen. Seine dicken, sukkulenten BlĂ€tter speichern Wasser, deshalb kommt er problemlos mehrere Wochen ohne aus. Bevor wieder gegossen wird, sollte die Erde wirklich komplett durchgetrocknet sein â am besten prĂŒft man das mit dem Finger einige Zentimeter tief in der Erde.
Der klassische Fehler bei dieser Pflanze ist nicht zu wenig, sondern zu hĂ€ufiges GieĂen. StaunĂ€sse fĂŒhrt schnell zu weichen, matschigen Stellen an der Blattbasis, und von dort aus fault die ganze Pflanze oft recht zĂŒgig durch.
Ein Bogenhanf braucht wirklich wenig DĂŒnger. In den Sommermonaten reicht eine schwach dosierte Gabe alle sechs bis acht Wochen völlig aus, im Winter kann man komplett darauf verzichten. Wird zu viel gedĂŒngt, wachsen die BlĂ€tter zwar schneller, aber oft weicher und weniger standfest als gewohnt.
Weil der Bogenhanf recht langsam wĂ€chst, muss er selten umgetopft werden â alle drei bis vier Jahre reicht meistens. Er kommt sogar gut zurecht, wenn er in seinem Topf etwas eng steht, das schadet ihm kaum. Wichtiger als die TopfgröĂe ist ein durchlĂ€ssiges Substrat, zum Beispiel normale Blumenerde gemischt mit etwas Sand oder Kies, damit ĂŒberschĂŒssiges Wasser schnell abziehen kann.
Am einfachsten lĂ€sst sich der Bogenhanf ĂŒber Blattstecklinge vermehren. DafĂŒr schneidet man ein gesundes Blatt in mehrere Abschnitte, lĂ€sst die Schnittstellen ein bis zwei Tage antrocknen und steckt sie dann mit der ursprĂŒnglichen Unterseite nach unten in leicht feuchtes Substrat. Nach einigen Wochen bilden sich Wurzeln und irgendwann ein kleiner neuer Trieb an der Basis.
Wer es schneller mag, teilt stattdessen den Wurzelballen beim Umtopfen und trennt einzelne Rosetten mit eigenen Wurzeln ab.
FĂŒr Menschen gilt der Bogenhanf als nur schwach giftig, kann bei Kontakt mit dem Pflanzensaft aber Hautreizungen auslösen. FĂŒr Katzen und Hunde ist er unangenehmer: Die enthaltenen Saponine können bei Verzehr zu Erbrechen, Durchfall oder vermehrtem Speichelfluss fĂŒhren. Deshalb lieber auĂerhalb der Reichweite neugieriger Haustiere aufstellen.
UrsprĂŒnglich kommt der Bogenhanf aus den trockenen Regionen Westafrikas, wo er zwischen Felsen und in kargem Boden wĂ€chst â kein Wunder, dass er mit gelegentlicher VernachlĂ€ssigung so gut klarkommt. Seinen deutschen Namen verdankt er ĂŒbrigens nicht seinem Aussehen, sondern einer alten Nutzung: Aus den zĂ€hen Blattfasern wurden frĂŒher tatsĂ€chlich Bogensehnen hergestellt.
Interaktive Werkzeuge â probier sie aus, die Angaben basieren auf den Steckbrief-Daten dieser Pflanze.
â Monat anklicken
Sehr sparsam, austrocknen lassen
Hell bis schattig
Giftig
In der Regel 50â100 cm.
Der Schwierigkeitsgrad wird als âAnfĂ€ngerâ eingeschĂ€tzt.
Blatt- oder Kopfstecklinge einige Tage antrocknen lassen, dann auf trockenes Substrat legen â sie bewurzeln meist ohne zusĂ€tzliches GieĂen.
Die folgenden Angaben gelten fĂŒr die Pflanzenfamilie âSukkulenten & Kakteenâ allgemein, nicht ausschlieĂlich fĂŒr diese Art.
Blatt- oder Kopfstecklinge einige Tage antrocknen lassen, dann auf trockenes Substrat legen â sie bewurzeln meist ohne zusĂ€tzliches GieĂen.
HĂ€ufigste Ursache fĂŒr Probleme ist zu viel Wasser: weiche, durchscheinende BlĂ€tter oder WurzelfĂ€ule. SchildlĂ€use können vorkommen.
Nur bei Bedarf, meist alle 2â3 Jahre. Spezielles Kakteen-/Sukkulentensubstrat mit hohem Sand- oder Kiesanteil fĂŒr gute Drainage.
April bis August monatlich schwach dosiert mit KakteendĂŒnger, ab Herbst nicht mehr dĂŒngen.
Niedrig, normale trockene Raumluft reicht völlig aus.
Trockengebiete Afrikas, Amerikas und Madagaskars.
Kommentare, Fragen & Anregungen
Noch keine Kommentare â sei die/der Erste!