Saintpaulia ionantha
„Usambaraveilchen“Familie/Gruppe: Blühpflanzen — Register-Nr. 077
Das Usambaraveilchen verdankt seinen Namen den Usambara-Bergen in Tansania, wo es in feuchten, schattigen Bergwäldern entdeckt wurde. Die samtig behaarten Blätter und die dauerhaft nachwachsenden, kleinen Blüten machen es zu einer der beliebtesten Dauerblüher für die Fensterbank. Es reagiert empfindlich auf Wasser auf den Blättern, das zu unschönen Flecken führt — deshalb wird traditionell von unten oder am Blattrand entlang gegossen. Bei ausreichend Licht ohne direkte Sonne blüht es nahezu ununterbrochen das ganze Jahr über. Wegen seiner kompakten Größe und der langen Blühdauer zählt es zu den meistverkauften Blühpflanzen überhaupt.
Allgemeiner Richtwert für „Usambaraveilchen“ (Saintpaulia ionantha) — kein Ersatz für eine individuelle Beratung, z. B. bei Haustieren im Haushalt oder besonderen Standortbedingungen.
Das Usambaraveilchen mag es hell, aber ohne direkte Sonne, die seine samtigen Blätter schnell verbrennen lässt. Ein Ost- oder Westfenster passt in der Regel gut, ein reines Südfenster nur mit deutlichem Abstand.
Wasser auf den Blättern verträgt das Usambaraveilchen gar nicht gut, es entstehen dann schnell unschöne helle Flecken. Deshalb wird traditionell von unten gegossen: Das Töpfchen für ein paar Minuten in eine Schale mit Wasser stellen, dann überschüssiges Wasser wieder abgießen.
Während der Wachstumszeit reicht ein spezieller, niedrig dosierter Blühpflanzendünger etwa alle zwei bis drei Wochen. Zu hoch dosierter Dünger führt eher zu Blattwachstum als zu neuen Blüten.
Ein einzelnes, gesundes Blatt mit einem kurzen Stiel reicht zur Vermehrung meist schon aus. In Wasser oder feuchtes Substrat gesteckt, bildet es nach einigen Wochen Wurzeln und irgendwann direkt an der Schnittstelle eine kleine neue Pflanze.
Bei guten Lichtverhältnissen ohne direkte Sonne blüht das Usambaraveilchen fast das ganze Jahr über, mit nur kurzen Pausen zwischendurch. Verwelkte Blüten und Blätter sollten regelmäßig samt Stiel entfernt werden, das hält die Pflanze kompakt und regt neue Blüten an.
Namensgebend sind die Usambara-Berge im heutigen Tansania, wo die Pflanze Ende des 19. Jahrhunderts von einem deutschen Kolonialbeamten entdeckt wurde. Dort wächst sie wild in den feuchten, schattigen Bergwäldern – eine Umgebung, die ihre Vorliebe für indirektes Licht und gleichmäßige Feuchtigkeit gut erklärt.
Interaktive Werkzeuge — probier sie aus, die Angaben basieren auf den Steckbrief-Daten dieser Pflanze.
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Die folgenden Angaben gelten für die Pflanzenfamilie „Blühpflanzen“ allgemein, nicht ausschließlich für diese Art.
Je nach Art über Stecklinge, Blattstecklinge oder Teilung — am zuverlässigsten direkt nach der Blüte.
Blütenausfall entsteht meist durch zu wenig Licht oder eine fehlende Ruhephase; Blattflecken oft durch Gießwasser auf den Blättern.
Jährlich nach der Blüte, in nährstoffreiches, durchlässiges Substrat mit etwas Kompostanteil.
Während der Wachstums- und Blütezeit alle 2–4 Wochen mit einem kaliumbetonten Blühpflanzendünger.
Mittel, 40–50 % — je nach Art unterschiedlich, tropische Blüher mögen es feuchter.
Je nach Art unterschiedlich, viele aus subtropischen bis tropischen Regionen.
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