Monstera deliciosa
âFensterblattâFamilie/Gruppe: Aroide (AronstabgewĂ€chse) â Register-Nr. 001
Kaum eine Pflanze steht so sehr fĂŒr den Dschungel-Look wie das Fensterblatt. In freier Natur klettert die Monstera an BaumstĂ€mmen bis in betrĂ€chtliche Höhen empor und bildet dabei krĂ€ftige Luftwurzeln, die zusĂ€tzlich Halt geben. Die charakteristischen Löcher und Einschnitte in den BlĂ€ttern entstehen erst mit zunehmendem Alter der Pflanze â junge Exemplare haben oft noch geschlossene, herzförmige BlĂ€tter. Botaniker vermuten, dass die durchbrochene BlattflĂ€che in der Heimat hilft, Wind und Regen besser hindurchzulassen und mehr Licht auf tiefer liegende BlĂ€tter zu bringen. Als Zimmerpflanze wĂ€chst sie erstaunlich schnell und lĂ€sst sich mit einer Rankhilfe gut in Form bringen. Wer ihr genug Platz und Licht gibt, wird ĂŒber Jahre mit immer gröĂeren, durchlöcherten BlĂ€ttern belohnt.
Allgemeiner Richtwert fĂŒr âFensterblattâ (Monstera deliciosa) â kein Ersatz fĂŒr eine individuelle Beratung, z. B. bei Haustieren im Haushalt oder besonderen Standortbedingungen.
Ein Fensterblatt mag es hell, aber ohne direkte Mittagssonne. Ein Platz einen guten Meter vom SĂŒdfenster entfernt oder direkt an einem Ost- oder Westfenster passt in den meisten Wohnungen gut. Steht sie zu dunkel, wachsen zwar noch BlĂ€tter nach, aber die typischen Löcher und Einschnitte bilden sich deutlich seltener aus â gerade die machen fĂŒr viele aber den Reiz der Pflanze aus.
Ein Hinweis, den man öfter hört und der tatsÀchlich stimmt: Junge FensterblÀtter haben oft noch gar keine Löcher. Diese sogenannte Fensterung entwickelt sich erst mit zunehmendem Alter der Pflanze und bei ausreichend Licht.
Zwischen zwei Wassergaben darf die oberste Erdschicht beim Fensterblatt ruhig antrocknen, komplett durchtrocknen sollte der Wurzelballen aber nicht. Am einfachsten testet man mit dem Finger: FĂŒhlt sich die Erde zwei bis drei Zentimeter tief noch feucht an, kann man noch warten.
HĂ€ngende, schlaffe BlĂ€tter sind bei dieser Pflanze ĂŒbrigens nicht eindeutig â sie können sowohl von zu wenig als auch von zu viel Wasser kommen. Im Zweifel lohnt sich ein Blick auf die Erde, bevor man reflexartig zur GieĂkanne greift.
WĂ€hrend der Wachstumszeit von etwa MĂ€rz bis September vertrĂ€gt ein Fensterblatt regelmĂ€Ăiges DĂŒngen gut, alle zwei bis vier Wochen mit einem handelsĂŒblichen GrĂŒnpflanzendĂŒnger. Im Winter reicht es, die DĂŒngung stark zu reduzieren oder ganz auszusetzen, besonders wenn die Pflanze an einem kĂŒhleren Standort ĂŒberwintert.
Ein junges Fensterblatt wĂ€chst zĂŒgig und braucht deshalb oft schon nach einem Jahr einen gröĂeren Topf. Ăltere, gröĂere Exemplare reichen dagegen alle zwei bis drei Jahre. Wer möchte, dass die Pflanze gröĂere, stĂ€rker gefensterte BlĂ€tter ausbildet, sollte ihr auĂerdem eine Rankhilfe geben â zum Beispiel einen Moosstab, an dem sie mit ihren Luftwurzeln hochklettern kann. Ohne Kletterhilfe bleiben die BlĂ€tter meist kleiner.
Am zuverlĂ€ssigsten vermehrt man ein Fensterblatt ĂŒber Kopfstecklinge mit mindestens einem Blattknoten und idealerweise einer bereits vorhandenen Luftwurzel. Der Steckling wird einfach in ein Glas Wasser gestellt und an einen hellen, warmen Ort gestellt. Nach einigen Wochen bilden sich weitere Wurzeln, und sobald die etwa fĂŒnf Zentimeter lang sind, kann man in Erde umtopfen.
Gelbe untere BlĂ€tter sind bei Ă€lteren FensterblĂ€ttern zunĂ€chst kein Grund zur Sorge, das gehört zum natĂŒrlichen Wachstum dazu und die Pflanze wirft sie irgendwann ohnehin ab. Werden dagegen mehrere BlĂ€tter gleichzeitig gelb oder fĂŒhlt sich die Erde dauerhaft nass an, steckt meistens zu viel GieĂen dahinter. Braune, trockene BlattrĂ€nder deuten dagegen eher auf zu trockene Luft oder zu direkte Sonne hin.
Alle Pflanzenteile des Fensterblatts enthalten Calciumoxalat-Kristalle, die bei Kontakt mit Mund oder Rachen zu Reizungen, Brennen und Schwellungen fĂŒhren können â bei Katzen und Hunden genauso wie bei kleinen Kindern. Die reife Frucht der Pflanze ist zwar essbar und wird in manchen LĂ€ndern sogar gegessen, unreif ist aber auch sie stark reizend, weshalb man besser die Finger davon lĂ€sst.
Interaktive Werkzeuge â probier sie aus, die Angaben basieren auf den Steckbrief-Daten dieser Pflanze.
â Monat anklicken
MĂ€Ăig, antrocknen lassen
Hell, keine direkte Sonne
Giftig (Calciumoxalat)
In der Regel 200â300 cm, kletternd.
Der Schwierigkeitsgrad wird als âAnfĂ€ngerâ eingeschĂ€tzt.
Die meisten Arten lassen sich einfach ĂŒber Stecklinge mit mindestens einem Blattknoten in Wasser oder Erde vermehren.
Die folgenden Angaben gelten fĂŒr die Pflanzenfamilie âAroide (AronstabgewĂ€chse)â allgemein, nicht ausschlieĂlich fĂŒr diese Art.
Die meisten Arten lassen sich einfach ĂŒber Stecklinge mit mindestens einem Blattknoten in Wasser oder Erde vermehren.
Gelbe BlÀtter deuten meist auf zu viel Wasser hin, braune Spitzen auf zu trockene Luft. Spinnmilben und WolllÀuse treten gelegentlich auf.
Alle 1â2 Jahre im FrĂŒhjahr, sobald die Wurzeln den Topf ausfĂŒllen. Lockeres, durchlĂ€ssiges Substrat mit Anteilen von Rinde oder Perlite.
MĂ€rz bis September alle 4 Wochen mit einem stickstoffbetonten FlĂŒssigdĂŒnger, im Winter pausieren.
Hoch, 50â60 % ideal â gelegentlich besprĂŒhen oder auf ein Kiesbett mit Wasser stellen.
Tropische RegenwĂ€lder Mittel- und SĂŒdamerikas sowie SĂŒdostasiens.
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