Dypsis lutescens
„Goldfruchtpalme“Familie/Gruppe: Palmen — Register-Nr. 044
Die Goldfruchtpalme bildet buschige Horste aus mehreren dünnen, gelblich-grünen Stämmen, die ihr einen deutlich anderen Wuchs verleihen als die meisten einstämmigen Palmenarten. Ursprünglich aus Madagaskar stammend, wächst sie dort in feuchten, tropischen Wäldern nahe der Küste. Sie gehört zu den Palmenarten mit dem höchsten Anspruch an Luftfeuchtigkeit und reagiert bei zu trockener Heizungsluft schnell mit braunen Blattspitzen. In Studien zur Raumluftverbesserung wird sie häufig wegen ihrer großen Blattmasse und hohen Transpirationsleistung erwähnt. Wegen ihres üppigen, buschigen Wuchses wird sie gerne als raumfüllende Solitärpflanze in helleren Räumen eingesetzt.
Allgemeiner Richtwert für „Goldfruchtpalme“ (Dypsis lutescens) — kein Ersatz für eine individuelle Beratung, z. B. bei Haustieren im Haushalt oder besonderen Standortbedingungen.
Ein Platz mit viel, aber indirektem Licht ist für die Goldfruchtpalme fast schon Pflicht. Direkte Sonne, vor allem mittags, verzeiht sie kaum – die Wedel bekommen dann schnell gelbliche oder ausgebleichte Stellen. Ein Fenster nach Osten oder Westen funktioniert in der Regel gut, ein reines Südfenster nur mit etwas Abstand oder einem dünnen Vorhang dazwischen.
Zu dunkel darf es aber auch nicht sein. Steht sie zu schattig, wachsen die neuen Wedel deutlich dünner und heller nach, und die ganze Pflanze wirkt mit der Zeit ausgezehrt. Wer unsicher ist, kann grob daran gehen: Wenn man an dem Standort noch bequem ohne künstliches Licht lesen kann, passt es meistens.
Die Goldfruchtpalme mag es gleichmäßig feucht, aber wirklich nasse Füße will sie nicht. Am besten gießt man, sobald sich die oberste Erdschicht trocken anfühlt, und dann durchdringend, bis Wasser unten rausläuft. Stehendes Wasser im Übertopf sollte man danach aber konsequent abgießen.
Was ihr fast noch mehr zu schaffen macht als falsches Gießen, ist trockene Luft. Gerade im Winter, wenn die Heizung läuft, reagiert sie oft mit braunen Spitzen an den Fiederblättchen. Ein Wasserzerstäuber, eine Schale mit feuchten Blähtonkugeln in der Nähe oder einfach ein Luftbefeuchter im Raum helfen hier spürbar.
Von März bis etwa September freut sich die Palme über regelmäßige Düngergaben, am besten alle drei bis vier Wochen mit einem speziellen Palmendünger oder einem normalen Grünpflanzendünger in etwas schwächerer Dosierung. Über den Winter reicht es, komplett auszusetzen oder höchstens einmal im Monat ganz sparsam nachzudüngen – die Pflanze wächst in dieser Zeit ohnehin kaum.
Alle zwei bis drei Jahre braucht eine Goldfruchtpalme in der Regel einen größeren Topf, spätestens wenn die Wurzeln unten aus den Abzugslöchern wachsen oder sich das Substrat kaum noch mit Wasser vollsaugen lässt. Der neue Topf muss nicht riesig sein, ein paar Zentimeter Durchmesser mehr reichen völlig. Wichtig ist eine gute Drainageschicht am Boden und lockeres, durchlässiges Substrat, damit sich keine Staunässe bildet.
Im Zimmer lässt sich die Goldfruchtpalme kaum sinnvoll vermehren – sie wächst aus Samen sehr langsam und benötigt dafür eigentlich tropische Bedingungen, wie man sie zu Hause selten hinbekommt. Wer eine größere, buschig gewachsene Pflanze hat, kann beim Umtopfen versuchen, einen der mehreren Triebe vorsichtig mit eigenen Wurzeln abzutrennen. Das gelingt aber nicht immer, und die Pflanze braucht danach etwas Zeit, um sich zu erholen.
Fast jede Goldfruchtpalme bekommt irgendwann braune Spitzen an den Blättern – das ist so verbreitet, dass es fast zum normalen Erscheinungsbild gehört. Meistens steckt zu trockene Luft dahinter, manchmal aber auch zu hartes Leitungswasser oder eine Überdüngung. Betroffene Spitzen kann man einfach mit einer Schere schräg abschneiden, das sieht ordentlicher aus und schadet der Pflanze nicht.
Ursprünglich stammt die Goldfruchtpalme von Madagaskar, wo sie in den feuchtwarmen Küstenregionen wächst. In ihrer Heimat wird sie deutlich größer als die meisten Exemplare, die bei uns im Wohnzimmer stehen, und bildet mit der Zeit mehrere schlanke, gelblich-grüne Stämme, die ihr auch den botanischen Namen Dypsis lutescens eingebracht haben – lutescens bedeutet so viel wie „gelblich werdend".
Interaktive Werkzeuge — probier sie aus, die Angaben basieren auf den Steckbrief-Daten dieser Pflanze.
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Die folgenden Angaben gelten für die Pflanzenfamilie „Palmen“ allgemein, nicht ausschließlich für diese Art.
Im Zimmer meist nur über Samen möglich (langwierig); horstbildende Arten lassen sich beim Umtopfen teilen.
Braune Blattspitzen entstehen meist durch zu trockene Luft, gelbe Wedel durch Nährstoffmangel oder einen zu dunklen Standort.
Alle 2–3 Jahre im Frühjahr, nur wenn die Wurzeln sichtbar aus dem Topf wachsen. Durchlässiges, humoses Substrat.
März bis Oktober alle 4 Wochen mit speziellem Palmendünger, im Winter reduzieren oder aussetzen.
Mittel bis hoch, 40–50 % — regelmäßiges Besprühen beugt braunen Spitzen vor.
Tropische und subtropische Regionen weltweit.
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