Ficus elastica
„Gummibaum“Familie/Gruppe: Bäume & Großgrün — Register-Nr. 102
Der Gummibaum zählt zu den dienstältesten Zimmerpflanzen überhaupt und war bereits im 19. Jahrhundert eine beliebte Zierpflanze in europäischen Wohnzimmern. Seine großen, glänzend ledrigen Blätter enthalten einen milchigen Saft, der früher tatsächlich zur Kautschukgewinnung genutzt wurde, woher sein Name stammt. Ursprünglich aus Südostasien stammend, wächst er dort zu einem imposanten Baum mit charakteristischen Luftwurzeln heran. Er zählt zu den genügsamsten Großgrünpflanzen und verzeiht auch mal unregelmäßiges Gießen oder wechselnde Lichtverhältnisse. Wegen seiner Robustheit und der markanten Optik ist er bis heute einer der meistverkauften Zimmerbäume.
Allgemeiner Richtwert für „Gummibaum“ (Ficus elastica) — kein Ersatz für eine individuelle Beratung, z. B. bei Haustieren im Haushalt oder besonderen Standortbedingungen.
Der Gummibaum zeigt sich beim Standort erfreulich anpassungsfähig. Ein heller Platz ohne pralle Mittagssonne ist ideal, aber auch ein paar Meter vom Fenster entfernt kommt er noch gut zurecht – nur eben mit etwas langsamerem Wachstum und häufig kleineren neuen Blättern. Was ihm gar nicht gefällt, sind ständige Standortwechsel: Einmal einen guten Platz gefunden, sollte man ihn dort auch stehen lassen.
Zwischen den Wassergaben darf die obere Erdschicht ruhig antrocknen, ganz durchtrocknen sollte der Ballen aber nicht. Die großen, glänzenden Blätter sammeln erstaunlich schnell Staub – wer sie ab und zu mit einem feuchten Tuch abwischt, tut der Pflanze gleich doppelt etwas Gutes: Es sieht ordentlicher aus, und mehr Licht kommt tatsächlich bei der Photosynthese an.
Von März bis September reicht eine Düngergabe alle drei bis vier Wochen völlig aus, am besten mit einem normalen Grünpflanzendünger. Im Winter braucht er praktisch keinen Dünger, das Wachstum ruht ohnehin fast komplett.
Alle zwei Jahre im Frühjahr ist ein guter Rhythmus zum Umtopfen, immer nur einen Topf größer als bisher. Vermehren lässt sich der Gummibaum über Kopfstecklinge, die in Wasser oder direkt in Erde bewurzeln – am zuverlässigsten klappt das im Frühsommer bei etwas Bodenwärme.
Wird ein Blatt oder Trieb verletzt, tritt ein weißlicher Milchsaft aus, der bei empfindlicher Haut zu Reizungen führen kann. Beim Rückschnitt daher lieber Handschuhe tragen, und Katzen oder kleine Kinder sollten nicht direkt daran knabbern.
Ursprünglich stammt der Gummibaum aus den Regenwäldern Südostasiens, wo er zu einem stattlichen Baum heranwächst und dort sogar Luftwurzeln bis zum Boden schickt. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass aus seinem Milchsaft früher tatsächlich Kautschuk gewonnen wurde, bevor Kautschukbaum-Plantagen diese Rolle übernahmen.
Interaktive Werkzeuge — probier sie aus, die Angaben basieren auf den Steckbrief-Daten dieser Pflanze.
→ Monat anklicken
Mäßig, antrocknen lassen
Hell bis halbschattig
Milchsaft reizend
In der Regel 150–250 cm.
Der Schwierigkeitsgrad wird als „Anfänger“ eingeschätzt.
Meist über Kopfstecklinge im Frühjahr; manche Arten (z. B. Ficus) auch über Luftableger bei größeren Pflanzen.
Die folgenden Angaben gelten für die Pflanzenfamilie „Bäume & Großgrün“ allgemein, nicht ausschließlich für diese Art.
Meist über Kopfstecklinge im Frühjahr; manche Arten (z. B. Ficus) auch über Luftableger bei größeren Pflanzen.
Blattfall ist häufig eine Reaktion auf Standortwechsel oder Zugluft — nach einer Eingewöhnungszeit meist unbedenklich.
Alle 2 Jahre im Frühjahr, bei größeren Exemplaren reicht oft ein Austausch der oberen Substratschicht.
März bis September alle 4 Wochen mit stickstoffbetontem Grünpflanzendünger, im Winter aussetzen.
Mittel, 40–50 % — trockene Heizungsluft im Winter nach Möglichkeit ausgleichen.
Tropische und subtropische Regionen, viele ursprünglich als große Waldbäume.
Kommentare, Fragen & Anregungen
Noch keine Kommentare — sei die/der Erste!