Schmetterlingsorchidee

Phalaenopsis amabilis

Tafel 88Phalaenopsis amabilis
Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis amabilis)

„Schmetterlingsorchidee“Familie/Gruppe: BlĂŒhpflanzen — Register-Nr. 088

Die Schmetterlingsorchidee ist die mit Abstand meistverkaufte Zimmerorchidee weltweit und verdankt ihren Namen den schmetterlingsförmigen BlĂŒten, die an langen Rispen ĂŒber viele Wochen bis Monate offen bleiben. UrsprĂŒnglich aus den tropischen WĂ€ldern SĂŒdostasiens stammend, wĂ€chst sie epiphytisch auf BĂ€umen, wo ihre grauweißen Luftwurzeln Feuchtigkeit direkt aus der Umgebungsluft aufnehmen. Gegossen wird sie deshalb am besten durch kurzes Tauchen des Topfes, gefolgt von vollstĂ€ndigem Abtropfen, statt durch klassisches Angießen. Nach der BlĂŒte kann der BlĂŒtenstiel oberhalb eines Knotens zurĂŒckgeschnitten werden, wodurch sich oft ein zweiter BlĂŒtentrieb bildet. Bei guter Pflege blĂŒht sie zuverlĂ€ssig mehrmals im Jahr und gilt trotz ihres exotischen Rufs als vergleichsweise pflegeleicht.

Licht Hell, keine direkte Sonne
Wasser Tauchbad, zwischen den Gaben antrocknen
Temperatur 18–24 °C
ToxizitÀt Unbedenklich
Wuchshöhe 40–60 cm
Schwierigkeitsgrad Fortgeschritten

Allgemeiner Richtwert fĂŒr „Schmetterlingsorchidee“ (Phalaenopsis amabilis) — kein Ersatz fĂŒr eine individuelle Beratung, z. B. bei Haustieren im Haushalt oder besonderen Standortbedingungen.

Standort & Licht

Ein helles Ost- oder Westfenster ohne direkte Mittagssonne ist fĂŒr die Schmetterlingsorchidee ideal. Zu dunkel gestellt, verweigert sie oft ĂŒber Monate die BlĂŒte, auch wenn sie ansonsten gesund aussieht.

Gießen

Statt klassisch zu gießen, taucht man den Topf am besten fĂŒr zehn bis fĂŒnfzehn Minuten in ein GefĂ€ĂŸ mit lauwarmem Wasser und lĂ€sst ihn danach grĂŒndlich abtropfen. Zwischen den TauchbĂ€dern sollten die Wurzeln – gut sichtbar durch den meist durchsichtigen Topf – deutlich heller und trockener werden, bevor wieder getaucht wird.

Substrat

Normale Blumenerde ist fĂŒr Orchideen völlig ungeeignet, da sie zu viel Wasser hĂ€lt und die Wurzeln ersticken lĂ€sst. Spezielles Orchideensubstrat aus grober Rinde lĂ€sst dagegen genug Luft an die Wurzeln, was fĂŒr diese epiphytisch wachsende Pflanze ĂŒberlebenswichtig ist.

DĂŒngen

WĂ€hrend der Wachstumszeit reicht ein spezieller, niedrig dosierter OrchideendĂŒnger etwa alle zwei bis drei Wochen. Höher konzentrierter StandarddĂŒnger kann die empfindlichen Wurzeln schnell verbrennen.

Nach der BlĂŒte

Ist die letzte BlĂŒte am Trieb verwelkt, kann man den Stiel oberhalb eines der sichtbaren Knoten kĂŒrzen. Oft bildet sich von dort aus ein neuer Seitentrieb mit weiteren BlĂŒten, manchmal dauert es aber auch, bis die Pflanze sich fĂŒr eine komplette Ruhephase entscheidet.

Herkunft

UrsprĂŒnglich stammt die Schmetterlingsorchidee aus den feuchtwarmen WĂ€ldern SĂŒdostasiens, wo sie hoch oben auf Ästen sitzt und ihre Wurzeln frei in der Luft hĂ€ngen lĂ€sst. Genau daher rĂŒhrt auch ihr hoher Anspruch an Luftzirkulation um die Wurzeln, den man im Blumentopf mit grobem Substrat nachzubilden versucht.

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Vergleich zur Kategorie

Licht Wasser GrĂ¶ĂŸe Pflege
Schmetterlingsorchidee
Ø BlĂŒhpflanzen

Kommentare, Fragen & Anregungen

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HĂ€ufig gestellte Fragen zu Schmetterlingsorchidee

Wie oft muss ich Schmetterlingsorchidee gießen?

Tauchbad, zwischen den Gaben antrocknen

Wie viel Licht braucht Schmetterlingsorchidee?

Hell, keine direkte Sonne

Ist Schmetterlingsorchidee giftig fĂŒr Katzen und Hunde?

Unbedenklich

Wie groß wird Schmetterlingsorchidee in der Zimmerkultur?

In der Regel 40–60 cm.

Ist Schmetterlingsorchidee fĂŒr AnfĂ€nger geeignet?

Der Schwierigkeitsgrad wird als „Fortgeschritten“ eingeschĂ€tzt.

Wie vermehre ich Schmetterlingsorchidee?

Je nach Art ĂŒber Stecklinge, Blattstecklinge oder Teilung — am zuverlĂ€ssigsten direkt nach der BlĂŒte.

Die folgenden Angaben gelten fĂŒr die Pflanzenfamilie „BlĂŒhpflanzen“ allgemein, nicht ausschließlich fĂŒr diese Art.

Vermehrung

Je nach Art ĂŒber Stecklinge, Blattstecklinge oder Teilung — am zuverlĂ€ssigsten direkt nach der BlĂŒte.

HĂ€ufige Probleme

BlĂŒtenausfall entsteht meist durch zu wenig Licht oder eine fehlende Ruhephase; Blattflecken oft durch Gießwasser auf den BlĂ€ttern.

Umtopfen & Substrat

JĂ€hrlich nach der BlĂŒte, in nĂ€hrstoffreiches, durchlĂ€ssiges Substrat mit etwas Kompostanteil.

DĂŒngen

WĂ€hrend der Wachstums- und BlĂŒtezeit alle 2–4 Wochen mit einem kaliumbetonten BlĂŒhpflanzendĂŒnger.

Luftfeuchtigkeit

Mittel, 40–50 % — je nach Art unterschiedlich, tropische BlĂŒher mögen es feuchter.

Herkunft

Je nach Art unterschiedlich, viele aus subtropischen bis tropischen Regionen.

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